BMC Racing CUP 2012 in Solothurn

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Am Wochenende vom 4. - 6. Mai 2012 fanden in Solothurn die Bike Days statt. Gleichzeitig wurde auch das BMC Racing Cup Rennen durchgeführt. Nach 2.5 Jahren nahm ich zum ersten Mal wieder an einem Bikerennen teil.

Mit einer kleinen Sporttasche fuhr ich gemütlich mit meinem ständigen Begleiter Osi am Sonntagmittag nach Solothurn. Dort wurde ich von meinem Hauptsponsor Scott herzlich begrüsst. Dort wartete auch schon mein Bike, ein Scott 949, auf mich, welches mir Scott zur Verfügung stellte. Nach dem ich bei Scott alle begrüsst habe, machte ich mich auf den Weg, weitere Sponsoren und Freunde an den Messestände zu besuchen. Nach dem Besuch an der Ausstellung, machte ich mich für das Rennen bereit. Ich fuhr eine ganze Stunde im Gelände ein, damit ich mich an das Bike und an die nassen Verhältnisse gewöhnen konnte. Beim Einfahren traf ich auch mein altbekannter Bikekamerad Markus Enzler.

Damit ich nicht weit hinten Starten musste, stellte ich mich frühzeitig an den Start. Jedoch vergeblich! Die Startaufstellung wurde gemäss den Startnummern durchgeführt. Somit war klar, dass ich mit der Startnummer 245 ziemlich weit hinten einreihen musste.

Um 15:33 Uhr war es dann soweit, der Startschuss zum Rundenrennen fiel. Es waren 4 Runden à je 5.5 Kilometer und 150 Höhenmeter zu absolvieren. Nach den ersten paar Metern stand eine grosse Rampe die vom Messegelände hinaus auf die Strasse führte. Die ersten 20 Teilnehmer konnten diese gut fahren. Danach gab es einen Massenstau und man musste sich hinten anstellen um diese zu Fuss zu besteigen. Als ich oben ankam, setzte ich mich wieder auf das Bike und versuchte auf den ersten Kilometern die auf der Strasse durchführt wurden, einige Plätze gut zu machen. Dies gelang mir auch sehr gut. Nach ca. 2 Kilometern zweigte es in den Wald hinein direkt in eine schwierige Steigung ab. Der erste Teil der Steigung war nicht befahrbar. Somit musste man das Bike den steilen „Stutz“ hinauf tragen. Von der Mitte an konnte ich den Anstieg dann jeweils befahren, wo andere Teilnehmer immer noch laufen mussten. Die Strecke im Wald hatte es in sich. Durch den sehr nassen Boden war es sehr schwierig eine optimale Linie zu fahren. Der Dreck "Matsch" führte die Räder meist wo anders durch als man wollte. Dies war vor allem bei den Abfahrten, die sehr technisch waren, sehr schwierig zu bewältigen. Dadurch gab es auch sehr viele Stürze, Gott sei Dank ohne mich. Nach dem Waldstück ging es wieder auf der Strasse weiter zum Messegelände wo man jeweils die Runde beendete. Nach der ersten Runde gab es mehr Platz auf der Strecke, da sich die Teilnehmer verteilt hatten. Da ich im technischen Stück im Wald bestimmt nicht der schnellste war, versuchte ich jeweils auf den Streckenabschnitten die über die Strasse führten, ein hohes Tempo zu fahren und jeweils dort Plätze aufzuholen. Dies gelang mir ziemlich gut.

In der 2 Runde blieb ich irgendwo mit meinem Schuh hängen und beschädigte dabei meinen Schnürsenkel. Dieser war leider so stark beschädigt, dass ich die 3 Runden mit einem offenen Schuh fahren musste. Solange wie ich in die Pedale treten konnte, war dies kein grosses Hindernis. Aber in diesem Teilstück wo man gehen musste, war es umso schwieriger für mich. Oftmals blieb der Schuh im Schlamm stecken und ich musste diesen wieder ausbuddeln. Dennoch gelang es mir, das Rennen im Allgemeinen sehr gut zu absolvieren. Wenn man bedenkt, dass ich seit 2.5 Jahren keine Bikerennen und fast keine Biketrainings absolviert hatte, konnte ich sehr gut mithalten. Der defekte Schuh kostete mich geschätzte 2 Minuten. Dies wäre anstatt der 26. Rang ca. der 20. Rang gewesen. Aber ich bin froh, dass ich alle schwierigen Passagen ohne Sturz absolvieren konnte und somit einem Lächeln ins Ziel fahren konnte.