Berner Rundfahrt 2012

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Letzten Samstag am 12. Mai 2012 fand in Lyss die Berner Rundfahrt statt. Auch in diesem Jahr nahm ich in der Race 3 Kategorie teil. Die Strecke verlief über 33.95 Kilometer und 420 Höhenmeter und musste 3 Mal abgefahren werden. Leider spielte in diesem Jahr das Wetter überhaupt nicht mit. Am Vortag waren es noch über 30 Grad und am Renntag selber noch knappe 10 Grad mit Regenschauer.

Mit Fränzi Kiener und Roger Messerli als Betreuer kam ich 2 Stunden vor dem Start in Lyss an. Ohne Stress konnte ich mich bestens auf das Rennen Vorbereiten. Vor dem Start traf ich auch wieder auf bekannte Teilnehmer mit denen ich interessante Gespräche führen konnte.

Noch nie gelang es bei diesem Rennen mich vorne in der Startreihe einzureihen. Dabei wäre dies der beste Platz, nicht nur für den Start, sondern auch für die Medienpräsenz. Da sich Fabian Cancellara jeweils zuvorderst einreiht, werden die Teilnehmer die sich neben und hinter Ihm befinden, in den Medien natürlich auch abgebildet. Mein Ziel war es in diesem Jahr auch eine gewisse Medienpräsenz zu erzielen. Aus diesem Grund stellte ich mich in diesem Jahr frühzeitig mit der Startnummer 17 an die Startlinie. Mit etwas Glück schaffte ich dabei sogar die vorderste Startreihe zu ergattern. 8 Minuten vor dem Start reihte sich Fabian Cancellara direkt neben mir ein. Dadurch war ich später auch im SF Sport und in Telebielingue zu sehen.

Nach dem Fabian seine Interviews gegeben hatte, konnte ich mich kurz mit ihm unterhalten. Dabei sprachen wir auch über den letztjährigen Pro Bon Event in Murten und erinnerten uns an den verstorbenen Bernhard Aebersold. In Gedanken an Bäne, startete ich um 15:15Uhr das Rennen. Bei strömendem Regen fuhren wir mit sehr hohem Tempo durch Lyss Richtung Seedorf. Das Regenwasser spritzte jeweils vom vorderen Rennfahrer direkt hoch ins Gesicht. Dadurch wurde die Brille vom ersten Moment an verspritzt und die Sicht war sehr schlecht. Dies machte das Rennen nebst dem glatten Boden noch schwieriger.

Bis zum ersten Bergpreis am Frienisberg konnte ich sehr gut mithalten. Beim Bergpreis selber konnte ich sogar vorne mitfahren und um den Bergpreis kämpfen. Dies war jedoch keine gute Attacke von mir! Ich benötigte dabei so viel Energie, dass ich danach direkt durch die Kälte mit Krämpfen im Oberschenkel zu kämpfen hatte. Beim zweiten Anstieg beim Innerberg merkte ich, dass ich mit dem ersten Feld nicht mehr mithalten konnte. Jedes Mal wenn ich mit viel Kraft in die Pedale drückte, kamen wieder die Krämpfe. Dadurch musste ich mich leider in das zweite Feld zurück fallen lassen.

Mit dem zweiten Feld machte ich mich auf die zweite und dritte Runde. Das Feld war viel langsamer unterwegs als das Erste. Wegen den Krämpfen war es auch wichtig viel zu trinken. Der erste Bidon war bereits nach der ersten Runde leer getrunken. Mit einer perfekten Übergabe durch meine Betreuerin Fränzi konnte ich einen vollen Bidon während dem Fahren übernehmen und mich so bestens weiter verpflegen.

Doch machte mir die Kälte zu schaffen und die Krämpfe kamen immer wieder. 10 Kilometer vor Schluss, musste ich auch das zweite Feld ziehen lassen und ich war auf mich selber angewiesen. Alleine kämpfte ich mich durch Regen und Wind Richtung Lyss. Mit 2 Stunden und 57 Minuten erreichte ich mit einem 35km/h Schnitt das Ziel und erzielte dabei den 37. Rang in meiner Kategorie. Das Rennen verlief nicht nach meinen Vorstellungen. Dadurch war ich auch direkt nach dem Rennen sehr enttäuscht über meine Leistung. Jetzt kann ich nur aus meinen Fehlern lernen und diese beim nächsten Rennen besser umsetzen.