2. Rang an der Broye Cycling Tour

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An der Auffahrt 17. Mai 2012 fand zum zweiten Mal das Rennen "Broye Cycling Tour" statt. Start und Ziel befanden sich in Estavayer-le-Lac. Bereits um 9Uhr fiel der Startschuss zur 74 Kilometer langen Strecke mit 680 Höhenmetern. Vom Start an gab es eine 7-ner Führungsgruppe die mit hohem Tempo gegen den Wind Richtung Murtensee fuhren. In dieser Gruppe fuhr ich auch mit. Die Gruppe arbeitete sehr gut zusammen, da 5 von 7 Teilnehmern aus dem gleichen Team waren. Mit einer Geschwindigkeit von 38km/h fuhren wir am Neuenburgersee entlang Richtung Sugiez. In Sugiez ging es den Mont Vully hinauf. Ab diesem Punkt löste sich die Gruppe auf, da nicht jeder Mann so stark am Berg war. Mir selber lief es von Anfang an sehr gut und so konnte ich an meinem Hausberg auch sehr viel Vorsprung heraus fahren.

Als Zweiter kam ich auf dem Mont Vully an, wo ich durch meinen Betreuer Osi kurz verpflegt wurde. Danach fuhr ich mit dem 3. Platzierten dem Führenden hinterher. Nach ein paar Kilometer holten wir diesen wieder ein und fuhren Richtung Estavayer-le-Lac zurück. Durch einen Konzentrationsfehler verlor ich in einer Kurve die Kontrolle über mein Rennrad und rutschte auf Kieselsteine aus. Beim Sturz löste sich die Schuhplatte vom Schuh und die zwei anderen Teilnehmer fuhren mir davon.

Daher war ich auf den letzten 12 Kilometer auf mich alleine gestellt und musste auch noch mit einem defekten Schuh ins Ziel fahren. Das Problem kam mir irgendwie bekannt vor, vom Bikerennen in Solothurn. Wenigstens hatte ich jetzt Rückenwind und konnte so das Tempo hoch halten. Immer wieder rutsche ich mit dem defekten Schuh vom Pedal, da ich nicht mehr ein klicken konnte. Dadurch konnte ich die Aufstiege auch nicht mehr im Wiegeritt hochfahren.

Mit unterschiedlichen Rhythmen fuhr ich aber kontinuierlich dem Ziel entgegen. Ich kannte meine Position und wollte diese nur noch verteidigen. Als ich mit 2 Stunden 2 Minuten und 57 Sekunden im Ziel ankam, ging ich davon aus, dass ich den 3. Rang erzielt habe. Bei der Rangverkündigung erlebte ich aber ein aha Erlebnis. Aus irgendwelchen Gründen erzielte ich dann doch noch den 2. Rang. Irgendwo ging ein Fahrer verloren oder hatte wie ich auch Pech auf den letzten Kilometern. Dies zeigte mir einmal mehr auf, dass man den Glauben bis zum Schluss nicht verlieren darf und erst auf der Ziellinie abgerechnet wir.