BerGi Bike

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Zum zweiten Mal wurde in Fribourg das BergiBike durchgeführt. Bei der Anmeldung standen 3 Strecken zur Auswahl. Die grosse Strecke führte von Fribourg über die La Berra nach Rossens. wo sich der Start der mittleren Strecke befand, und frühre anschliessend über den Le Gibloux nach Bulle ins Ziel. Da ich am kommenden Freitag beim Radmarathon teilnehme, mich ein wenig schonen wollte, meldete ich mich für die mittlere Strecke mit einer Distanz von 36 Kilometer und 1'050 Höhenmeter an. Gemeinsam mit meinem Betreuer Andreas Röthlisberger fuhr ich am Frühen Sonntagmorgen nach Rossens. Wieder mit einem ausgeliehenen Scott 29-er Bike, reihte ich mich frühzeitig in die Startreihe ein. Bei bestem Wetter starteten wir um 9.00 Uhr. Bis zu den ersten 2 Kilometern wurde das Tempo von 2 Motorradfahrern vorgegeben, bis dann das Rennen neutralisiert wurde. Danach ging es sofort mit schnellem Tempo Richtung Le Gibloux auf 1'204 Meter. Die Steigung hatte es von Anfang an in sich. Es war nicht einfach ein Wanderweg oder Feldweg der hinauf auf den Le Gibloux führte. Nein es waren echte Bikerwege mit Wurzelstöcken die zum Teil technisch schwierig zu bewältigen waren. Besonders beim Aufstieg waren die Wege meistens so schmal, dass ein Überholmanöver überhaupt nicht möglich war. Nach den ersten 5 Kilometern bildete sich ein Führungsfeld in dem ich auch mitfuhr. Dank dem tollen Wetter auch an den Vortagen, war die Strecke sehr trocken und griffig. Es machte riesigen Spass, einmal ein Bikerennen zu fahren, ohne dass man vollgespritzt wird und überall im Schlamm stecken blieb. Aus diesem Grund war es auch ein sehr schnelles Rennen.

Nachdem wir den Gipfel vom Le Gibloux erreicht hatten, gab es eine lange Abfahrt Richtung Villarlod wo sich der dritte Start für das kleine Rennen befand. Bei dieser Abfahrt konnten nicht mehr alle mit dem Führungsfeld mithalten, mitunter auch ich. Ich hielt mich zurück und wollte bei der Abfahrt kein grosses Risiko eingehen. Die Singletrails waren sehr anspruchsvoll und zum Teil auch sehr gefährlich.

Nachdem wir beim letzten Start in Villarlod durchfuhren, waren es noch 21 Kilometer bis ins Ziel. Auf diesen letzten Kilometern musste man regelmässig die Teilnehmer des kleinen Rennens überholen. Fairerweise machtendie Fahrer aber immer schön Platz, wenn man sich frühzeitig bemerkbar machte.

Bei der letzten Abfahrt führte die Strecke durch einen Kuhstall und über ein zwei Kilometer langes Feld das nur gemäht wurde. Diese zwei Kilometer waren sehr hart, durch den unebenen Boden. Durch die Schläge konnte man den Lenker fast nicht mehr in den Händen halten. Als wir unten in Bulle auf der Strasse ankamen, spürte ich meine Arme fast nicht mehr. Jetzt waren die letzten zwei Kilometer auf der Strasse angesagt. Ich legte mich vorne auf den Lenker runter und stellte mir vor, dass ich auf meinem Zeitfahrrad sitzen würde. Ich trampelte mit hoher Trittfrequenz und gegen den Wind Richtung Ziel entgegen. Mit einer Zeit von 1 Stunde und 34 Minuten erreichte ich in Bulle den 19. Rang von 221 Teilnehmern. Mit diesem Resultat bin ich sehr zufrieden, vor allem da ich die Strecke überhaupt nicht kannte. Das Rennen selber empfand ich als schönstes Rennen von Allen die ich bisher gefahren bin. Die ganzen 35 Kilometer waren sehr technisch mit einer wunderschönen Landschaftlichen Gegend. Dieses Rennen kann ich nur empfehlen.