Zürimetzgete

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Infobox
  Distanz 98km
  Höhe 1000m
  Zeit 2:38.49,7
  Rang 21
  Link zur Rangliste

Im Jahr 2006 fuhr ich das letzte Mal bei der Züri Metzgete mit. Leider kam ich damals nicht ins Ziel, da bei einem Massensturz im Feld mein Fahrrad beschädigt wurde und ich somit aufgeben musste. Seit letztem Jahr erscheint die Züri Metzgete in einem neuen Kleid. Alles ist anders geworden, da es kein Profirennen mehr gibt. Umso grösser war meine Neugier, was mich wohl an diesem Rennen alles erwartet.

Gemütlich fuhr ich am Samstagnachmittag mit meiner Freundin bereits nach Buchs, wo sich der Start und das Ziel der Züri Metzgete befand. Ich erhielt dort meine Startnummer 206 inkl. ein paar kleinen Souvenirs. Nur 9 Kilometer neben dem Startgelände durften wir bei einer Freundin, die zwar abwesend war, die Wohnung als Unterkunft benützen.

Am Sonntagmorgen stand ich nach 8 Stunden Schlaf um 6 Uhr auf und fühlte mich in einer hervorragenden Form. Ich wusste, dass ich bei diesem Rennen vorne mitfahren kann. Die Sonne schien bereits, aber die Temperatur war noch sehr kühl, so fuhr ich mich mit langen Kleidern ein. Dabei traf ich einen weiteren Stöckli-Fahrer, den ich in diesem Jahr bereits an mehreren Rennen getroffen habe. Pünktlich um 07.30 fuhren wir gemeinsam zum Startblock, wo sich Patrick Zollinger in den 1 Block einstellen konnte, da er bereits letztes Jahr das Rennen fuhr. Ich selber musste mich im 2. Block, dafür zu vorderst einreihen.

Pünktlich um 8Uhr fiel der Startschuss für den Hauptblock. 2 Minuten später durften auch wir starten. Ich nahm sofort die Führung und machte das Tempo. Zu dritt fuhren wir davon. Leider spielten die anderen 2 nicht mit und fuhren beim starken Gegenwind nur mir hinter nach, anstatt auch mal die Führungsarbeit zu verrichten. Da gings nicht lang, bis uns eine Verfolgergruppe von ca. 20 Leuten aufgeholt hatte. Wir reihten uns in dieser Gruppe ein. Auch hier funktionierte die Gruppe nicht einwandfrei. Es wechselten immer die gleichen 10 Leute die Führungsposition ab und machten das Tempo. Dabei half ich natürlich auch mit. Gemeinsam waren wir trotz dem starken Gegenwind mit einem 38km/h Schnitt unterwegs. So überholten wir immer wieder ein paar Leute aus dem vordersten Block. Nach 25 Kilometern gab es die erste grosse Steigung nach Siglistorf. Diese Steigung hatte es in sich. Dabei verloren wir ein paar aus unserer Gruppe. Aber die Leute, die das Tempo machten, hielten zusammen. Nach der Steigung war die Strecke für 10 Kilometer stark coupiert. Bei Kilometer 38 gab es eine zweite grössere Steigung auf den Regensberg. Trotz der frühen Stunden gab es viele Leute, die sich am Strassenrand einfanden um uns an zu feuern. Dies motivierte uns Fahrer sehr. Nach eine kurzen aber schnellen und gefährlichen Abfahrt gab es noch 5 Kilometer zu absolvieren bis ins Ziel. Als wir beim Ziel durchfuhren, hatten wir nach 49 Kilometer einen Rückstand von 2 Minuten 45 Sekunden auf das Führungsfeld. Kurz nach dem Start und Ziel haben wir das Hauptfeld eingeholt. Diese fuhren leider ca. 4km/h langsamer als wir in unserer Gruppe. Ich wollte sofort ausbrechen und schneller weiter fahren. Jedoch machte dabei niemand mit und alleine gegen diesen Gegenwind hat man keine Chance. Somit reihte ich mich wieder in diese grosse Gruppe von ca. 100 Leuten ein. Es kam mir vor wie eine Trainingsfahrt mit vielen Leuten. Mein Puls sank von 168 auf 142 hinunter.

Schnell einmal überlegte ich mir eine Taktik und zog diese auch durch. Da ich wusste, dass es nach der ersten Steigung keinen Gegenwind mehr gab, brach ich bei dieser Steigung aus der Gruppe hinaus und zog alleine los. Mit voller Kraft löste ich mich vom Feld los und keiner kam mit, ausser ein Begleittöff, der vorab fuhr. Der Puls war sofort wieder über 170 Schl./Min. Ca. 10 Kilometer fuhr ich alleine bis doch noch 4 Leute vom Feld gemeinsam mich wieder einholten. Sofort durfte ich mich in dieser Gruppe einreihen und gemeinsam jagten wir uns Richtung Ziel. Die Gruppe harmonierte sehr gut miteinander und so konnten wir wieder einige Zeit gut machen. 300 Meter vor dem Ziel brach ich aus und setzte zum Zielsprint an. Die anderen machten mit und so konnten wir den Zuschauern eine spannende Zieleinfahrt präsentieren. Mit einem Rückstand von nur 4 Minuten 15 Sekunden auf den Erstplatzierten fuhren wir durchs Ziel. Dies bedeutete den 49. Overrallrang und den 21. Kategorienrang. Mit dieser Leitung bin ich sehr zufrieden, insbesondere auch weil ich weiss, dass ich durchaus um einen Podestplatz hätte mitfahren können, wenn ich im vorderen Block hätte starten dürfen. Ich war in diesem Rennen sehr viel der Tempomacher und das beweist mir, dass ich mich wieder in Richtung Bestform bewege.