Gruyère Cycling

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Infobox
  Distanz 125km
  Höhe 1980m
  Zeit 3:47.19,3
  Rang 31
  Link zur Rangliste

Von der Gruyère Cycling Tour hatte ich schon viel gehört. Jetzt war es endlich an der Zeit, dass ich auch meine eigene Eindrücke von diesem Rennen erhalten kann. So fuhr ich mit meiner Freundin früh morgens bei kaltem aber trockenem Wetter von Murten nach Bulle. Die Startnummer holten wir bereits am Samstag Nachmittag. Kaum in Bulle angekommen, setzte ich mich auf das Rennrad und fuhr mich bei 12Grad warm. Dies war gar nicht so einfach. Kurz vor dem Start entschied ich mich, in kurzer Kleidung zu fahren und gab so die Ärmlinge ab. Dies tat ich nur, weil es von Anfang an in die Steigung ging.

Um 08.30Uhr war der Start und dieser konnte ich im ersten Viertel des Teilnehmerfeldes absolvieren. Die ersten 8 Kilometer waren neutralisiert. Dabei traf ich wie bei der Bernerrundfahrt ein alt bekannter Freund aus den Bikeferien in Giverola. Dani und ich nutzen den neutralen Start aus, um ein paar Worte zu wechseln. Als dann das Rennen kurz vor Jaun freigegeben wurde, verabschiedete ich mich und arbeitete mich Tritt für Tritt nach vorne. Die Steigung auf den Col du Mittelberg kam mir gut gelegen und so konnte ich mich langsam nach vorne arbeiten. Nach 35 Kilometern war die erste grosse Steigung von ca. 1000 Höhenmetern geschafft. Jetzt gab es eine schwierige und schnelle Abfahrt nach Gstaad zu bewältigen. Dass beim Bike die Scheibenbremsen stinken können, wusste ich. Aber dass dies bei den Gummibremsen beim Rennrad auch möglich ist, wusste ich bis zum heutigen Tag nicht.

Nach der 10 Kilometer langen Abfahrt setzte sich ein kleines Feld von ca. 30 Leuten zusammen. Dies war aber Leider nicht das Leaderfeld.

Die 2. Steigung führte auf den Col du Pillon. Diese war 17 Kilometer lang und umfasste 500 Höhenmeter. Bei dieser Steigung verloren wir ein paar aus unserem Feld.

Auch diese Steigung konnte ich ohne Knieschmerzen bewältigen. Darüber war ich sehr froh. Am Strassenrand befanden sich überall Leute, die uns anfeuerten. Die Stimmung war sensationell. Vom Col du Pillon fuhren wir hinunter nach Les Diablerets und von dort wieder hoch auf den Col des Mosses - nochmals fast 500 Höhenmeter, die wir in unserem Feld gemeinsam bewältigten. Von da aus ging es fast nur noch hinunter Richtung Château d’Oex, Gruyère und Richtung Bulle. Das Tempo war hoch, trotz dem starken Gegenwind, der uns während dem ganzen Rennen begleitete. Aber das Zusammenspiel in unserem Feld war perfekt. Wir wechselten immer wieder die Führungsposition ab, um so das Tempo hoch zu halten. Jedes mal wenn man vom Windschatten an die Führungsposition kam, war dies fast wie eine Faust ins Gesicht! Der Wind war unser härtester Gegner dieses Rennens.

40 Kilometer waren nach der letzten Steigung zu bewältigen. 2 Kilometer vor dem Ziel, waren wir alle gezwungen anzuhalten. Leider ging die Zugsbarriere hinunter und wir mussten ca. 2 Minuten stehen bleiben. Ich nützte dies aus, um meinen Druck von der Blase los zu werden. Als die Barriere wieder hoch ging, war das wie ein 2. Startschuss. Jetzt gab es einen sehr langen Zielspurt. 2 Kilometer durch ganz Bulle. Das war richtig hart! Mit einer Endzeit von 3 Stunden und 47 Minuten bewältigte ich die 125 Kilometer und 2000 Höhenmeter. Bei der Rangierung gab es leider keine Kategorie. Somit besetzte ich den 31. Rang von über 600 Teilnehmern. Mit diesem Endresultat bin ich zufrieden. Kaum im Ziel angekommen, musste ich meiner Freundin von dieser schönen Gegend, die wir befuhren, erzählen. Das Rennen ist aber nicht nur von der Landschaft her ein Traum, sondern die Organisation war auch sehr gut.